Corona — Zusammenfassung Vorbereitung zur Abgabe

Der­zeit herr­schen gewis­se Umstän­de, was ein Tref­fen und die dazu­ge­hö­ri­ge Bera­tung erschwe­ren. Ein vor­ab tref­fen, zum aus­su­chen und dann fer­tig­stel­len des Gehe­ges, ist somit nicht so ein­fach mög­lich, wenn die Maß­nah­men Kon­tak­te ein­schrän­ken. Jedoch geht es auch um  unser aller Gesund­heit. Solan­ge jedoch noch kei­ne kom­plet­te Aus­gangs­sper­re gilt, wer­den wir Tie­re unter gewis­sen Vor­sichts­maß­nah­men ver­mit­teln. Denn man­che Tie­re benö­ti­gen plötz­lich einen neu­en Part­ner und auch die Abga­be­tie­re sind in einem schö­nen Gehe­ge gut aufgehoben.

Ich wer­de im Fol­gen­den eini­ge Vor­in­for­ma­tio­nen zusam­men­fas­sen, um eine Art Bera­tung für die Vor­be­rei­tung des neu­en Kanin­chen­heims zur Ver­fü­gung zu stel­len. Ein Tref­fen zum Ken­nen­ler­nen und abho­len wird im Anschluss statt­fin­den, bei dem ich auf wei­te­re Fra­gen usw. eingehe:)

Somit ist der kon­takt auf *ein* Tref­fen redu­ziert, solan­ge dies not­wen­dig ist.

Infos Vor­be­rei­tung Auf­bau und Besorgungen

Das Gehe­ge: Ein han­dels­üb­li­cher Stall ist schnell gekauft, aber lei­der zu klein und somit nicht für die dau­er­haf­te Hal­tung von (Zwerg-)Kaninchen geeig­net. Not­wen­dig ist ein Gehe­ge, wel­ches gegen das Aus- und Ein­gra­ben der Tie­re, sowie gegen unge­be­te­ne “Gäs­te” mit fes­tem Git­ter oder Draht gesi­chert ist. Außer­dem muss das Gehe­ge wet­ter­ge­schützt sein und darf bei Sturm nicht selbst Zusam­men­klap­pen. Ein sol­ches Gehe­ge kann auch an einen gekauf­ten Stall “mon­tiert” wer­den, um eine Min­dest­grö­ße für z.B. ein Pär­chen zu erzie­len ( als Richt­wert dient der TVT von 6qm für ein Pär­chen). Der Stall kann auch offen in einer abge­si­cher­ten Volie­re ste­hen. Auch die­se ist zusätz­lich gegen das Wet­ter und Aus­gra­ben zu schüt­zen. Bei bei­den gilt: Wie­se mit Natur­bo­den ist nett gemeint, aber eher nicht “über­le­bens­fä­hig” und kann auch mit Über­da­chung zum Schlamm­loch wer­den. Min­des­tens die Hälf­te soll­te mit Geh­weg­plat­ten aus­ge­stat­tet sein. Vor­tei­le: Leicht zu rei­ni­gen, schnell tro­cken, kühlt im Schat­ten an Som­mer­ta­gen und fun­giert als Nagel­pfei­le, bei denen sich die Kral­len abwet­zen. Wenn ein Teil Natur­bo­den beinhal­ten soll, so muss die­ser so geschützt wer­den, dass kein Tier sich durch den Boden gra­ben oder bei­ßen kann (Volie­ren­draht, punkt­ver­schweißt, sta­bil und rostfest).

Bei Kon­takt­auf­nah­me und schrift­li­cher Bera­tung, kann ich bereits her­aus­ge­such­te Bil­der aus dem Inter­net als geeig­ne­tes Bei­spiel zukom­men las­sen. Sie kön­nen für Ihre Nasen auch krea­ti­ve Ideen in Stäl­le ummün­zen: ein grö­ße­res Kin­der­spiel­haus aus Holz umbau­en, die alte Gar­ten­hüt­te auf­wer­ten usw…. Das ist schnell erle­digt und bie­tet den Tie­ren ange­mes­se­nen Platz als auch Ihnen mehr Spaß, da Sie die Tie­re sogar im Stall „besu­chen“ kön­nen. Zudem sind der­zeit stel­len­wei­se Bau­ma­te­ria­li­en schwer zu bekommen. 

Kanin­chen ver­tra­gen Käl­te bes­ser als Wär­me. Des­halb kön­nen sie auch im Win­ter drau­ßen blei­ben. Eine gute Stand­ort­wahl ist beson­ders für Stür­me, Regen und den Son­nen­ein­fall wich­tig (Kanin­chen sind “hit­ze­emp­find­lich”). Ein Teil des Stalls, oder Gehe­ge, dient als Rück­zugs­mög­lich­keit, wo die Nasen sich vor wind und Wet­ter schüt­zen und “ein­ku­scheln” kön­nen. Der ande­re Teil soll­te groß und tro­cken genug sein, damit sich die Tie­re “warmhop­peln” kön­nen, oder es im Som­mer “luf­tig” haben.

Stand­ort

Außen­hal­tung- schat­tig (schnel­ler Hitz­schlag ggf. mög­lich), Wet­ter­ge­schützt (ein geschütz­ter Bereich vor Regen und Wind)

Eine Innen­hal­tung darf nicht in der Nähe von TV-Gerä­ten (und ande­re Lärm­quel­len), Hei­zung, Tür oder Fens­ter erfol­gen. Da Kanin­chen auch nachts, aber ins­be­son­de­re in der Däm­me­rung aktiv sind, soll­ten die Tie­re nicht in Schlaf­räu­men unter­ge­bracht wer­den. Die Ein­streu kann sich eben­falls nega­tiv auf den Schlaf aus­wir­ken und spä­ter bei Men­schen sogar eine All­er­gie ver­ur­sa­chen (nicht immer, aber möglich). 

Zube­hör 

Zum Grund­be­darf gehö­ren Schäl­chen, Trän­ke, Heurau­fe und je ein Unter­schlupf pro Nase. Da Kanin­chen gern auf einem erhöh­ten Punkt lie­gen, soll­te wenigs­tens ein Haus mit Flach­dach oder etwas in der Art vor­han­den sein. Heu zum Fres­sen gehört in die Rau­fe. Als Unter­grund kann Stroh ver­wen­det wer­den. Stroh ist nicht saug­fä­hig, wes­halb eine Ein­streu not­wen­dig ist. Es gibt hier eine gro­ße Aus­wahl — von Säge­spä­nen / Klein­tier­streu raten wir ab. Es ist nicht saug­fä­hig, kann stau­ben und bleibt im Fell der Tie­re kle­ben. Die Ein­streu kann wahl­wei­se in einer Kanin­chen­toi­let­te ein­ge­streut wer­den. Ein Gehe­ge am Stall oder der Volie­ren­bo­den muss nicht extra ein­ge­streut wer­den. Die Schub­la­den des Stalls sind aus­rei­chend. Tipp: Im Win­ter kann eine Kis­te oder Käfigscha­le zusätz­lich ins Gehe­ge gestellt und mit Stroh befüllt wer­den. Gebud­delt wird da eben­falls gern. Eine Käfigscha­le bie­tet im Gehe­ge aller­dings auch noch ein­mal einen tro­cke­nen, nicht zu kal­ten Unter­grund. Bei Frost und an kal­ten tagen kön­nen die Tie­re auch dort pro­blem­los verweilen.

Ernäh­rung

Was­ser und Heu muss immer zur Ver­fü­gung ste­hen. Tro­cken­fut­ter ist wegen des spe­zi­el­len Ver­dau­ungs­trak­tes stär­ke­arm zu wäh­len, also kein Getrei­de und kei­ne Hül­sen­früch­te! (Erb­sen­flo­cken, Boh­nen­flo­cken). Tro­cken­fut­ter darf nur in klei­nen Men­gen zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Geeig­ne­tes Gemü­se, Grä­ser und Kräu­ter sol­len einen Groß­teil der Ernäh­rung aus­ma­chen, aber auf die Tie­re abge­stimmt sein.  Obst bit­te wegen des Frucht­zu­ckers nur höchs­tens ein­mal pro Woche rei­chen. Geben Sie nur so viel, wie zeit­nah gefres­sen wird. Fri­sches im Win­ter kann frie­ren oder zu kalt zum fres­sen wer­den, im Som­mer wird es schnell schlecht und /oder Bak­te­ri­en ver­meh­ren sich zu schnell / zu stark.

Aus­wahl der Tiere

Kanin­chen leben im Fami­li­en­ver­band und müs­sen daher min­des­tens zu zweit sein. Ist ein Tier ver­wit­wet, so benö­tigt es einen geeig­ne­ten Part­ner. Alter und Geschlecht müs­sen pas­send gewählt wer­den. Bei Jung­tie­ren ist neben einem klas­si­schen Pär­chen auch ein männ­li­ches Duo mög­lich, wobei Männ­chen in jedem Fall zu kas­trie­ren sind. Zwei Weib­chen als Paar funk­tio­nie­ren in der Regeln nicht, wes­halb wir die­se Kon­stel­la­ti­on nicht vermitteln.

Abho­lung

Brin­gen Sie eine pas­sen­de Trans­port­box mit. Die­se soll­te am bes­ten mit einem Hand­tuch aus­ge­legt wer­den, um ein unnö­ti­ges rut­schen der Tie­re zu ver­mei­den und somit Ver­let­zun­gen zu ver­hin­dern. Am ein­fachs­ten ist eine Box, die auch oben geöff­net wer­den kann ( Luke, nicht der abnehm­ba­re Boxen­de­ckel). Da es oft zu Ver­wir­rung kommt mal zwei Bei­spie­le: Atlas Open 10 oder sku­do 1 Open. Das soll jetzt kei­ne Schleich­wer­bung sein o.ä. — nur als Hil­fe­stel­lung dienen 😉

Mit all den bis­her genann­ten Vor­aus­set­zun­gen steht einem schnel­len Aus­zug nach vor­ge­schrie­be­nen Regeln nichts mehr im Wege. Wir ste­hen für wei­te­re Fra­gen , auch im Nach­hin­ein, zur Verfügung.

Zur Abga­be gehört auch die Kon­trol­le der Nasen. Alle zie­hen augen­schein­lich gesund aus. Brin­gen Sie Zeit mit, um die wich­tigs­ten Punk­te und auch Ihre Fra­gen (die­se mit­brin­gen) zu klären.

Kon­takt­auf­nah­me

Bei wah­ren Inter­es­se schrei­ben Sie mir eine ver­nünf­ti­ge Nach­richt mit Namen und etwas Info: Was wird gesucht? ( Part­ner, Geschlecht, Alter oder Pär­chen), Für wen ist das Tier / sind die Tie­re ( Kin­der / Erwach­se­ne- Kei­ne Über­a­schungs­ge­schen­ke , jeder soll sich sei­nen klei­nen Fell­freund selbst aus­su­chen), — ob Sie es glau­ben oder nicht… Es gibt lei­der immer mehr Men­schen, die nicht ein­mal ein “Hal­lo” oder ihren Namen hin­ge­schrie­ben bekom­men, geschwei­ge ihr Anlie­gen dar­le­gen kön­nen ( z.B., dass ein Part­ner gesucht wird) und nur ein ” noch da” oder ” ist es noch da” in ihre “Anfra­ge” schrei­ben. Ich bedan­ke mich daher im Vor­feld für etwas Info, damit ich eine Basis habe, Ihnen wei­ter­hel­fen zu können 🙂

Hin­weis für wer­den­de Kanin­chen­el­tern mit Kindern:

Grund­sätz­lich leh­nen wir die Abga­be unse­rer Nasen in Fami­li­en mit kleineren/ jün­ge­ren Kin­dern (unter 7) nicht ab. Den­noch soll­ten Eltern dar­an den­ken, dass Kin­der in dem Alter noch unge­stüm sein kön­nen. Kin­der sol­len spie­len und sich aus­to­ben, aber den Kanin­chen kann das Angst machen — ins­be­son­de­re in der Anfangs­zeit- und sie neh­men mit ihren “Sat­teli­ten­schüs­seln” (Ohren) Geräu­sche stär­ker wahr 😉. Auch kön­nen Kin­der einen sehr fes­ten Griff besit­zen (ver­schwin­det im Grund­schul­al­ter ab ca 7J.), der den Kanin­chen gefähr­lich wer­den kann. Es kann auch pas­sie­ren, dass sich Kanin­chen mal weh­ren und zuknap­pen oder gar bei­ßen- oft wer­den die Tie­re dann als “böse” abge­stem­pelt oder bei Kin­dern sogar unbe­liebt. Vll, weil sie nun Angst vor ihnen haben?! Das möch­te kei­ner. Kanin­chen sind lie­be­voll, sie sind frech, sie sind sen­si­bel, sie sind … toll 🙂

Wem die Zusam­men­fas­sung zu kurz ist, oder es ein­fach genau­er und mehr wis­sen möch­te, kann mehr lesen. Min­des­tens soll­te noch der Fra­ge­teil, die Ernäh­rung und unse­re Abga­be­hin­wei­se gele­sen werden 🙂