Die Haltung von Kaninchen basiert auf ein paar Regeln, die beachtet werden müssen, damit sich u.a. die Tiere wohlfühlen. Leider werden hier viele Fehler gemacht, die dann schnell zu Krankheit oder Tod der Tiere führen oder das Zusammenleben mit den Tieren unangenehm gestalten.
Handelsübliche Käfige und Ställe sind NICHT groß genug. Schon lange, und dies wissen bisher nur wenige (potenzielle) Halter, gibt es eine gesetzliche Festlegung für die Mindestgröße von Gehegen für Kaninchen in Privathaltung (Für Züchter des zdrk beispielsweise oder auch für die Erzeugnisse aus Kaninchen, gelten andere Maßstäbe).
Nach dem TVT (Stand September 2019) sollen zwei Kaninchen in Privathaltung mindestens 6 m² Grundfläche (Breite x Tiefe) zur ständigen Verfügung haben und die Höhe dabei so gestaltet sein, dass sich alle Tiere „problemlos auf voller Höhe strecken können“. Bei Kaninchen bis 5,5kg sollen dies mindestens 80cm sein (gemäß Tierhalteverordnung Stand 2024). Kann kein regelmäßiger Auslauf gewährleistet werden, so wird die Grundfläche auf 10 qm gesetzt.
Da Kaninchen Gruppentiere sind, dürfen sie nicht allein gehalten werden und müssen mindestens zu 2. sein. Gruppen sind mit 20% Aufschlag auf die Grundfläche je weiterem Tier zu berücksichtigen. Eine 2. Ebene und Auslauf zählen nicht zur Grundfläche, aber bieten viele Möglichkeiten, um einiges an “Inventar” unter zu bringen und allen Platz sinnvoll auszunutzen. Ruhebretter sind, ebenso wie ausreichend viele Rückzugsmöglichkeiten, vorgeschrieben. Bedenken Sie die Hauptaktivitätszeit der Tiere (Kaninchen sind in der Dämmerung aktiv, halten als Spanier am Mittag gerne Siesta). In der Natur hat jedes Kaninchen seinen eigenen Bau, oft mit mehreren Eingängen. Dies ist bei der Anzahl und Konstruktion der Rückzugsmöglichkeiten zu beachten.
Da die Tiere Phasen haben können, in denen sie kein weiteres Tier in „ihrem Bau“ dulden, muss für jedes Tier mindestens ein weiterer Unterschlupf zu Verfügung stehen. So sollten am besten wenigstens ca Zwei Unterschlupfmöglichkeiten (Haus mit Flachdach, Tunnel, Röhre, Unterstand…) pro Tier vorhanden sein. Das relativiert sich bei einer größeren Gruppe — angenommen man hat 20 Kaninchen in einer Großgruppe, dann benötigt man nicht gleich 40 Unterschlupfmöglichkeiten. Es sollte nicht überfüllt sein und noch Platz bieten, aber ausreichend viele Unterschlupfe bieten den Fluchttieren Schutz und Sicherheit — werden weniger ängstlich.
Weiterhin ist zu beachten, dass bei der Konstruktion des Geheges eine gewisse Mindesttiefe eingehalten werden muss, damit die Tiere sich mit genügend Abstand ausweichen können. Auf schmalen Flächen können die Tiere nicht gut auf Konflikte untereinander reagieren oder miteinander kaninchengerecht interagieren. Auch das Schlagen von Haken ist auf kleinen Flächen nicht möglich. Sogar der Ausbau mit Ebenen und Unterschlupfmöglichkeiten gestaltet sich schwierig, wenn diese nicht passend gestellt werden können. Zudem ist es ratsam daran zu denken, dass man im Falle aller Fälle auch mal irgendwo selbst dran kommen muss, sei es nur zum saubermachen 😉
Auf keinen Fall sollen die Tiere in Ställen aus Kunststoff leben; auch Rückzugsmöglichkeiten nicht. Kunststoff ist nicht atmungsaktiv und kann zur Gefahr für das Tier werden (statische Aufladung des Fells, Feuchtigkeit ggf Schimmel-Bildung (Atmungsorgane werden angegriffen), Hitzetod, sogar einfaches Steckenbleiben in Tunneln ist möglich).
Ein Selbstbau des Stalls/der Voliere bietet sich unter all diesen Gesichtspunkten an, da kein Produkt auf dem freien Markt die Anforderungen genau erfüllt (oder es muss gebastelt werden, was Aufwand und ggf extra kaufen sten voraussetzt). Dieser kann an die Tiere und in die passende Umgebung nach eigenen Wünschen angepasst werden. Dies steigert die langjährige Freude an der Kaninchenhaltung erheblich. Alternativ zum kompletten Selbstbau, bietet sich auch ein Umbau eines Garten- oder größeren Kinderspielhäuschens an. Diese müssen aus Holz sein — und einen (Holz) Boden! besitzen. Je nach Größe muss eine gesicherte Voliere angeschlossen sein. Ein Carport kann ebenfalls leicht umgebaut/ angepasst werden*
Ein möglicher Weg für ein Basisgehege zur Haltung von zwei Kaninchen ist, einen möglichst großen Kaninchenstall (doppelstöckig, also zwei Schubladen; eine oben / eine unten, mit mind. 70 cm Tiefe Innenmaß — in Innenhaltung nicht zwingend nötig, Ebenen mit Unterschlupfmöglichkeiten / Häusern sind ausreichend) mit einem angeschlossenen Gehege mit passender Höhe (mind. 80 cm) und Grundfläche zu verbinden.
Bei Außenhaltung ist darauf zu achten, dass das angeschlossene Gehege auf festem Bodengrund steht. Dies kann mit Steinplatten bewerkstelligt werden. Eine Wiese oder ähnlicher Boden ist tabu! Die Wiese wächst dort nicht mehr, wird schlammig, auch bei einem guten Dach -> Wasser sucht sich seinen Weg…
Bei ungeeignetem Bodengrund kann es bei den Tieren zu Kahlstellen, einer Pilzinfektionen und Entzündungen kommen. Fester Boden (Keine Erde, kein Sand!) schützt außerdem vor dem Durchgraben der Kaninchen bzw. eines Fressfeindes (Ratten, Marder, Füchse, Waschbären usw.) und bietet eine natürliche “Nagelpfeile”. Wenn ein Krankheitsfall eingetreten ist, ein Tier ggf unbekannt verstorben und es muss für Hygiene gesorgt werden, sind Platten leichter zu desinfizieren, z.b mit heißem Wasser oder umweltfreundliche Reinigungsmittel. Erde / Sand müsste komplett ausgetauscht werden auf etwa mind. 1–2 Meter Tiefe.
Der (Volieren)-draht muss punktverschweißt, rostfest, viereckig (kein sechseckiger „Hasendraht“) und mit einer Maschenweite von empfohlen 16x16mm (12x12mm gilt als mäusesicher, ist aber schwerer zu verbauen) sein, damit es sicher ist. Die Stärke sollte bei über einem Millimeter liegen, um eine gewisse Festigkeit und Haltbarkeit zu gewährleisten.
Wer sich für eine begehbare Voliere entscheidet, kann sich überlegen diese für mehrere Tiere auszurichten. Das hält auch die Option offen eine bereits bestehende Gruppe bei Übernahme nicht trennen zu müssen. Ebenso ist eine Gruppe im Sozialverhalten , meiner Meinung nach, schöner zu beobachten und die Tiere können sich auch mal aus dem Weg gehen. Und wenn die Zeit für ein Tier aus der Gruppe gekommen ist über die Regenbogenbrücke zu gehen, sind die zurückgebliebenen Tiere nicht allein.
Vergessen Sie auch nicht das Dach, welches nicht aus durchsichtigen Platten bestehen darf (möglicher Hitzschlag, da sie sich vom Material her stärker aufheizen, zu hell für dämmerungsaktive Fluchttiere -> evtl. unsicherer , ängstlicher). Das Dach ist wichtig, um vor direkter Sonne, direktem Regen und Hagel zu schützen.
Das ist zudem auch der Grund, weswegen Balkone sowie sonnengeflutete Terrassen kein geeigneter Standort sind. Die Umgebung heizt sich zu stark auf. Zu viel Sonneneinstrahlung kann auch zu übermäßigem Fellwechsel führen, dem die Tiere in der Natur im Bau entgehen würden. Im Winter “unpraktisch”.
Sonne kommt gehrwklbimmer irgendwie irgendwo in die Voliere rein und die Tiere können zu Sonnenanbetern werden, wenn sie es möchten und es ihnen ggf gut tut, nicht weil sie müssen, da es kein bis kaum Schatten gibt. Theoretisch können aber auch Sudare (Bambus Rollos) für zusätzlichen Schatten im oberen Bereich sorgen. Achten Sie nur darauf, dass v.a. an warmen Tagen genug Luft durchströmt, dass sich keine Hitze staut.
(In der Zeit, in der nicht nur Vögel und Hühner regelmäßig eingestallt werden müssen, sogar Tauben inzwischen darunter fallen und auch die Vogelgrippe auf immer weitere Tiere “geht”, wird es sicher nicht mehr all zu lange dauern, bis jmd auf die Idee kommt, dass auch Kaninchen eingestallt werden müssen (auch wenn sie nicht passende Wirte sind). Hier reicht das Dach mit überstand und der Volierendraht aus. Es darf von oben nichts hinein gelangen und kein Vogel durchs Gitter passen — somit wäre das dann auch abgedeckt und hat vorausschauend einen weiteren Pluspunkt. Insbesondere, wenn man sich ggf nach der Kaninchenhaltung vll mal für Hühner entscheiden sollte.)
In einer großen Voliere kann ein Doppelstock-Stall auch als Schutzhütte umfunktioniert werden. Auch (weitere) Ebenen sind möglich, besser nötig (sie bieten zwar keine Grundfläche, nutzen aber “Wohnfläche” gut aus), um v.a. im Winter nicht auf dem kalten Boden sitzen zu müssen, weitere Rückzugbereiche zu schaffen oder im Sommer in luftiger Höhe ruhen zu können. Die Ebenen können einfach gestaltet sein, es bietet sich jedoch eine abwechslungsreiche Landschaft (Rückzugselemente, Tunnel, Häuschen) über eine größere Fläche an. Und die Tiere lieben es , hin und her zu hüpfen und außerdem auf erhöhten Punkten zu liegen (Beispiel siehe “unsere Voliere”). Es ist zudem schade , wenn Platz verschenkt wird. Wohnfläche ist auch etwas Wert 😉
Hinweis: Die meisten Ställe haben eine Leiter, die viel zu steil ist. Oft verletzen sich die Kaninchen und brechen sich dabei eine Zehe oder eine Kralle raus. Lebensgefährliche Verletzung sind seltener, aber schon vorgekommen.
Tipp: Entfernen Sie die Leiter am besten und ersetzen diese durch ein passendes waagrecht befestigtes Brett oder ein Haus mit Flachdach, damit die Tiere auf dieses hüpfen und dann in das nächste Stockwerk springen können. Platztechnisch hat man ein oder zwei Unterschlupfe sogar im Stall geschaffen und trotzdem eine “Treppe”.
*Voliere aus einem Carport: Carports (oder auch Pergola) sind manchmal zu attraktiven Preisen im Angebot. Die Grundfläche für ein Auto und das für zwei Kaninchen sind sich recht ähnlich. Somit bietet sich ein günstiges Fertigbauteil als Grundgerüst für eine Voliere an, bei den oft das Dach schon dabei ist. Insbesondere Dach kostet oft extra und ist nicht immer soo leicht zu erstellen, auch wenn es danach aussieht. So ist es hier bereits alles fertig gedacht und konstruiert. Terrassenplatten ausgelegt, unten ein waagerechten Balken jeweils zw. die Trägerbalken, in der Mitte zumindest eine stabile Leiste zw. die Trägerbalken, um den Draht auch daran befestigen zu können. Ein Bereich für eine Türkonstruktion lassen. Achtung: eine Seite am besten schließen, damit es dort Wind und Wetter geschützt ist. Es kann sogar eine Hauswand sein — das Gehege evtl an dieser hier und da befestigen -> falls nötig und möglich !
Bei der Innenhaltung sind einige besondere Aspekte im Zusammenleben mit den anderen Hausbewohnern zu beachten. Die Kaninchen sind vor anderen Tieren im Haushalt zu schützen, wenn Hunde, Katzen oder ähnliche Tiere im Haushalt leben.
Die Tiere müssen von Lärmquellen wie Fernsehegeräten oder anderen technischen Installationen “isoliert” werden. Mit Ihren Ohren hören sie , einfach ausgedrückt, 10 x lauter…
Die Tiere können alles anknabbern. Seien es Fußleisten, Kabel, Isolierung, …
Deswegen muss der Bereich, in dem sich die Tiere aufhalten, abgeschirmt sein, so dass die Tiere sich nicht verletzten oder vergiften können, und keine unerwünschten Schäden auftreten. Aufgrund der Dämmerungs- und teils Nachtaktivität von Kaninchen sind diese nicht in Schlafräumen zu halten. Das kann uns Menschen ziemlich stören — ich spreche aus Erfahrung 😅. Im Grunde eignet sich nur ein Kaninchenzimmer oder zur Not eine Abtrennung in einem Büro oder einem ähnlich ruhigen Zimmer.
In einem Kaninchenzimmer kann auch ein Schreibtisch oder etwas ähnliches stehen, damit die Kinder sich in der Umgebung der Kaninchen aufhalten, z.b. Hausaufgaben, und die Tiere so mehr Kontakt zum Menschen haben. Natürlich können die Tiere auch so gesucht werden, man setzt sich auf einen Hocker oder einfach auf den Boden — gerne mit Buch. Die Tiere kommen dann meistens auch zu einem.
Die freie Wohnungshaltung lehnen wir ab. Die Tiere können kein festes Revier bilden (das Revier wird innerhalb der Wohnung aufgeteilt oder zerschnitten) das Risiko von Verletzungen ist hoch und eine Vergesellschaftung mit einem neuen Partnertier ist nur schwer bis gar nicht möglich. Zudem leben die Tiere auf so einer großen Fläche, dass die Strukturen so unklar sind, dass sie sich aus dem Weg gehen und nicht miteinander interagieren. Ggf treten sogar richtige Kämpfe, mit teils bösen Verletzungen, untereinander auf, wenn sie sich begegnen — es sind fremde, kein Paar, keine Gruppe. Sie können dadurch “Vereinsamen”.
Die Kaninchen dürfen nicht in Zugluft stehen, nicht direkt an Türen oder Fenster , direkte Heizungsluft ist ggf ebenfalls schädlich. Direkte Sonneneinstrahlung sollte nicht oder nur kurze Zeit (Winter anderer Sonnenstand) am Tag der Fall sein. Ggf. durch Installationen genug zusätzlich Schatten schaffen.
Gestaltungsmöglichkeiten eines Kaninchenzimmers: Käfigschale, Toiletten, Häuschen, Tunnel, Ebenen oder andere Installationen sind möglich. Auch hier. Ruhig etwas die Höhe ausnutzen und Ebenen schaffen — sie lieben es 😉
Vorsicht bei der Absicherung der Tiere. Kaninchen sind wahre Hüpfer und springen aus dem Stand bis zu 120 cm hoch. Viele erhältliche Elemente sind leider nicht hoch genug, um das Überspringen zu verhindern. Ein paar längere Leisten zu einem Rechteck zusammengebaut, mit Draht versehen, dient in passender Höhe als Absicherung.
Ein Risiko sollten Sie bei der Innenhaltung bedenken: Einstreu, Stroh und Heu kann auch die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen und auf lange Sicht können Allergien entstehen.
Frischwasser aus Tränken/Näpfen, Heuraufen sowie Futternäpfe. Eine (viereckige) Toilette mit Einstreu ist optional und bietet eine Erleichterung der Reinigung. Des Weiteren ist eine Buddelkiste für viele Kaninchen eine Beschäftigungsmöglichkeit, jedoch abhängig von weiteren Möglichkeiten (Z.B. Buddeln im Auslauf durch eine spezielle Buddelkiste oder ein “Beet” im Garten, Platzangebot) optional und somit in der Voliere nicht unbedingt notwendig. Ständige Buddel-möglichkeit kann bei Weibchen auch den Trieb fördern. Also gerne nur auf den Auslauf beschränken.
Unsere Voliere
Abgegrenzt mit Rasenkantensteinen füllten wir Schotter und Splitt hinein, um ein passenden Untergrund für die Platten zu schaffen. So entstand ein stabiler Untergrund, der sich von Ratten nicht so leicht untergraben lässt, die Platten über die Zeit nicht verrutschen und die Tiere nicht entkommen, aber auch keine potentiellen Fraßfeinde hineingegangen können. Wir wählten einen Rahmen aus Aluminium — weil zur Zeit des Kaufes das Material fast genauso viel gekostet hätte, wie Holz — aber langlebiger (nahezu unzerstörbar) und wieder verwendbar ist. Viiiele Arbeitsstunden, kleine Wunden und Klein Materialen , wie auch Punkt verschweißter Volierendraht 12 x 12 ; dicke 1 mm , später, waren die ersten Seiten der Voliere geschlossen. Dachplatten in ca. 2 m Höhe schützen vor der Sonne , direkte Hitze und natürlich vor direktem Niederschlag.
Wir haben uns dazu entschieden eine Art U- Form (ca 60 cm Höhe) für die Ebenen zu wählen, um möglichst viel Platz nach oben auszunutzen und somit Raum für Rückzug etc zu schaffen. Daher auch die Wahl eines Häuschen-komplexes: es bietet ähnlich wie ein Stall trockenen, geschützten Unterschlupf und zugleich eine Treppe (je ca. 30 cm) — diese sind recht leicht zu erklimmen — ohne als Ebene Platz zu verschwenden. Im Moment (Bilder) dienen noch kleine Ställe als zusätzliche Häuschen und Rückzug, weiterhin sind jedoch auch selbstgebaute Häuschen enthalten. Die kleineren sind ohne Boden und stehen auf den Ebenen oder in Käfigschalen (eingestreute Käfigschalen, verteilt, als WC und “Kuschelplatz” mit anderen, aber auch in der kalten , feuchten Zeit als trockener, nicht so kalter Raum), mit Boden und kleinen Füßchen etwas größer, auch der Häuschen-komplexes, für den Steinboden ( bietet ebenfalls trockenen und “warmen” Rückzug). Der Häuschen-komplex hat in den größeren Teilen je zwei Ein-/Ausgänge. Die (Puppen-) Bettchen sind knuffig und werden sehr gut angenommen. In dem Doppel Stock Bett hockten schon einmal 6 Kaninchen drin. Je drei oben und unten 🤭
unten links ist noch ein Bereich entstanden, der eingestreut ist, sowas ähnliches wie ein Stallboden oder mega Käfigschale. So gibt es nochmal einen weiteren Bereich , um sich zu erleichtern oder etwas weniger kühl zu sitzen. Hier kann im Winter eine Holzplatte vorgestellt werden, um quasi eine Art Stall/ Schutzraum zu haben.













Da im Internet Bilder etc Urheberrechtlich geschützt sind, darf ich diese auch nicht nur mal zur Erklärung und als Beispiele verwenden, sondern nur eigenes (das natürlich begrenzt ist). Das gebe sonst ordentlich Ärger und satte Geldstrafen… Unter uns im “Gespräch” können wir uns mit Beispielen jedoch austauschen — zu finden sind viele Bilder ja ganz leicht 😉
“KI” Bilder sind inzwischen ja auch möglich, allerdings ist das mit der Genauigkeit nicht so dolle. Ich Versuche es dennoch einmal und hoffe, dass die Visualisierung mit dem Text verständlich herüber kommt.


Oberes Bild (großes Gehege mit viel Platz oder auch für mehrere Tiere):
was hier noch nicht so gut ist bzw verbessert werden kann:
Das Haus hinten links kann ein Flachdach besitzen , damit sich Kaninchen drauf setzen können (optional). Der Weg dorthin sollte nicht aus einer Weidenbrücke bestehen, das wäre auf der Höhe etwas arg instabil und gefährlich (Sturz). Das “Laufbrett” dahin kann verlängert werden, sodass die Tiere den niedrigen unterschied durch einen Hüpfer überwinden. Alles kann seitlich gegen einen Sturz abgesichert werden, wie bei uns.
Rechts kann eine Schutzwand sein oder die Voliere befindet sich an einer Hauswand. Das bietet Witterungsschutz. Außerdem fehlt noch etwas mehr an Ebene, die Schutzhäuschen beinhalten, die im Winter nicht auf dem kühlen Boden stehen (natürlich kann man auch Häuschen mit Brettern versehen, für ein schützenden Boden, wie wir 2 haben, oder Käfigschalen aufstellen, in denen sich die Häuser mit Einstreu befinden). Zusätzlich können natürlich auch Weidenbrücken , Tunnel etc hingestellt werden, ein Puppenbett ist ebenfalls möglich, wird ja gut angenommen. Sind mehrere Tiere in der größeren Voliere, bieten sich am Boden und auf der Ebene große Häuser bzw “Hundehütten” / Ställe an, sodass sich jeder bei Kälte / Sturm auch mal mehrere Tage ausreichend zurückziehen kann, ohne mit anderen Tieren im Streit aneinander zu geraten oder Platz einbüßen zu müssen. Der Stall hinten rechts ist in der Tiefe zu schmal und unten offen, darunter sollte ein Brett liegen oder sich ebenfalls eine “Schublade” / Boden befinden. Die Mitte ist niedlich — grünes bleibt nicht grün und ist vll eher etwas für ein Wachtelgehege. Es darf aber gerne regelmäßig Kraut eingepflanzt werden. Bäume oder Sträucher werden kaum dort leben können. Empfehlenswert ist in jedem Falle diese “Häuschen Landschaft” so zu gestalten, dass es klappbare Deckel gibt, sodass man ggf an ein Tier kommt. Für den Winter ist es ratsam auch hier einen Boden zu haben. Variiert werden kann es aber damit, dass einfach nur ein Brett darunter gelegt wird. So “isoliert” es die Kälte im Winter für den Boden und kann im Sommer entnommen werden, sodass dann der Boden kühlt und ggf einfach mit einem Wasserschlauch “durchgespült” wird (für “faule” *hust, hust).
Das untere Bild:
meiner Meinung nach stört der Stall hinten rechts, weil man schlecht dran kommt zum sauber machen. Es kann gerne durch eine Art Regal ersetzt werden, sodass man dort noch ein Häuschen drin hat und besser dran kommt. Ideal ist die Öffnung in der Wand auch nicht. Die Schutzwand soll ja schützen… Ein Regal, wie angesprochen , wäre da vll ganz gut. Die Rampe vorne ist mir zu steil, das kann man aber mit einem Häuschen darunter ändern. Generell fehlt noch etwas “lebendiges” in Form von mehreren Unterschlupf Möglichkeiten, wie Häuschen, Brücke, ggf Puppenbett — ja, Natürlich bleibt das Puppenbett optional und ist nur ein Beispiel für Interior.

was gibt es hier zu beanstanden , sieht doch ganz gut aus? Mehrere Häuser, eine größere Ebene, teilweise “abgedeckte” Bereiche durch Rückwände…
Auf dem ersten Blick betrachtet stimmt das.
Die Rückwände sind nicht wirklich durchgängig. Links unten,rechts in grau nur oben, könnte nicht ganz ausreichend sein. Die Rampe links führt allerdings quasi ins Nichts. Sie ist nicht nur zu steil, kein Weg führt direkt und gerade rauf, sie ist auch mit dem Geländer nicht wirklich zu erreichen. Häuschen sind zwar gut vorhanden, diese sind kaum ausreichend für die Außenhaltung. Zwei dieser Häuschen sollten eher einer Hundehütte bzw Stall sinngemäß ähneln und auch von unten geschlossen sein, insbesondere die unteren auf dem Terassenboden. Andere , weitere Arten der Rückzugsmöglichkeiten wären sicher “spannender”. Also nicht nur Häuschen und sonst nichts. Eine weitere Toilette/ Kotwanne oder Käfigschale wäre sinnvoll.
Um die mindest Fläche gut nutzbar zu haben, müsste die Tiefe auf mindestens ca 1,5 m sein. So können sich die Tiere auch bei Konflikten aus dem Weg gehen, und es ist ausreichend Platz für Inventar und Mobiliar, sodass die Tiere sich auch noch bewegen können. Das macht allerdings die “Arbeit” (säubern z.B.) und das herankommen an Tiere und Inventar auf den Ebenen schwieriger. Selbst wenn eine Tür links ist und nach vorne sehend auf der rechten Seite eine größere Tür, Schiebetür/ Doppeltür, hinkommt , ist es für den unteren Bereich und hinteren oberen Bereich vll etwas schwieriger. Schöner wäre es dann doch eher als ein Quadrat geschlossen, sodass man auch drunter kriechen kann, und besser dran kommt. Die Ebenen brauchen nicht tiefer als 80 cm sein, sodass man auch oben gut dran kommt. So läuft das bei unserer Voliere und den Ebenen auch. Man kriecht ab und an doch mal “unter den Tisch” und ich bin froh, dass die Tiefe auf 80 cm begrenzt ist , um auf den Ebenen einigermaßen dran zu kommen.
Innenhaltung

Links ist ein Gehege in einem ruhigen Raum, z.b. im Arbeitszimmer. Es steht weder direkt am Fenster noch an der Heizung oder im Türbereich. Rechts ist ein Beispiel für ein Kaninchenzimmer. Natürlich gibt’s auch hier wieder Dinge, über die “gemeckert” werden muss 😉
links:
es gibt nur 2 Häuschen, und als weiteren Unterschlupf zwei Weidenbrücken und ein Raschel- Tunnel. Eine darf gerne da sein, wenn sie groß genug ist, der Tunnel könnte ggf nicht angenommen werden oder sogar zerfetzt. Ein Holztunnel, gern selbst gebaut, ist “stabiler”. Unserer hat sogar naturborsten Bürsten drin, zum “Bürsten”…
Die Ringe im Bild ergeben keinen Sinn. Eine weitere Toilette/ Käfigschale mit Einstreu kann hilfreich sein. Die Ebene oben ist etwas klein, zudem glatt, so wie sie auf dem Bild dargestellt ist — nehem Sie ein Holzbrett, kein Regalbrett vom einem Möbelstück, ggf noch in der Art schwedisches Möbelhaus. Und die Frage ist natürlich: wie kommen die Tiere da hoch? Eine Rampe nimmt Platz im Gehege weg und ist auf der Höhe ggf auch etwas zu steil. Sie kann aber ebenfalls auf dem Häuschen stehen und der Winkel so angepasst werden. Weiterhin wäre aber auch eine Häuserlandschaft als “Treppe” denkbar. Außerdem ist es für die Tiere von der Ebene oben möglich ganz leicht heraus zu springen. Also entweder müssen die Elemente dort höher sein, oder eine Art “Deckel” drauf, dass von dort nichts heraushüpfen kann. Die Heuraufe hat kein “Dach” , sodass die Tiere hineinspringen und auch verletzen können. Oder einfach auch auf dem Heu entleeren. Zudem gehört Heu nicht in die Toilette und sollte generell nicht auf dem Boden liegen. Das Puppenbett ist natürlich wieder optional.
rechts, das Kaninchenzimmer:
die Rampengeschichte zum heraufkommen ist die selben zudem würde ich kein Brett an die Fenster setzen. Es kann Sonneneinstrahlung geben, auch Luftzug. An die Fenster kommt man zum Lüften und säubern schwer und für gewöhnlich befinden sich Heizungen unter ihnen. Eine dreieckige Form ist nicht immer über all sinnvoll, richtet sich nach Einrichtung und Größe. Der Boden ist glatt und bedarf entweder einen anderen Bodenuntergrund oder einige “Tücher” oder “Mini-teppiche”, dass die Tiere noch cht Wegrutschen. Gerade im Rennen, fangen spielen oder wenn sie erschreckt vor etwas wegrennen. Wenigstens eine weitere Toilette oder Käfigschale sollte hi zukommen und was die Minitreppe rechts neben dem Haus soll, weiß wohl auch nur “der Künstler”…

Weiteres Beispiel:
links:
Es gibt nur 2 Häuser, etwas karg, auch wenn sie Recht groß sind. Das Gehege erscheint mir nicht wie mind. 6 qm, kann aber täuschen. Das Bettchen steht ungünstig. Die Ebene ist zu klein, die Treppe links zu steil und mit Geländer kommt erst recht kein Tier dran. 😅
Dennoch hab ich diese Variante mal als Außengehege Version erstellt…*
rechts:
es gibt im Prinzip keine Ebene, sondern nur Laufbretter mit kleinen Häuschen. Fraglich, ob da wirklich ausgewachsene (Zwerg) Kaninchen komplett hinein passen und hineinkommen. V.a. durch die Röhren und in das kleine heiß oben drauf wird das nichts. Die Rampe ist zu steil und angrenzend an einem Haus, sinnfrei. In der “Toilette” befindet sich Heu- das gehört nur in die Raufe, nicht auf den Boden und schon gar nicht ins WC 🙈. Die Näpfe sollten nicht neben dem Heu und WC stehen -> Schmutz, viiiel Schmutz …
Kontaktieren Sie mich gerne bei Fragen.wer gerne bereit ist (ohne Namensnennung für den Datenschutz selbstverständlich) sein Gehege zur Verfügung zu stellen, ist dankend dazu eingeladen mir Bilder zukommen zu lassen 😁Dabei ist es egal, ob sie gut oder weniger gut sind — jeder soll gratis davon (ggf auch von Ideen) profitieren können, damit eine Aufklärung möglichst viele Halter , Liebhaber ‚auch gerne Züchter, erreichen und die süßen gut und sicher leben können :)Über Ihre Unterstützung freuen wir uns — Danke!